Für eine lebendige und glückliche Beziehung!
00:00:02: Der Beziehungspodcast von Emiratio, das Beziehungsinstitut.
00:00:20: Herzlich willkommen diese Woche wieder!
00:00:21: Hier ist der Sami von Emiratiou
00:00:23: und Titania.
00:00:24: Hallo auch ein Grüß Gott von mir.
00:00:27: Wir wollen uns mit folgender Thematik heute beschäftigen die du liebe Zuhörerin lieber zuhörer vielleicht auch kennst.
00:00:35: Also wir kennen es aus unserer Beziehungen auch.
00:00:37: Das heißt Die Beziehung ist gut, wir verstehen uns gut.
00:00:42: Natürlich mit dem Auf und Ab und auch mal mit den Meinungsverschiedenheiten wie immer.
00:00:49: Und dann passiert ein Streit, ein intensiver Streit oder eine intensive Frustration.
00:00:57: also es muss ja gar nicht unbedingt ein Strei sein sondern einer ist total frustriert vom Verhalten des anderen behälts vielleicht aber sogar für sich.
00:01:04: je nachdem wie die Menschen halt so strukturiert sind kommen wir in so eine Situation, dass das wirklich jetzt existenziell die Beziehungen Frage stellt.
00:01:15: Also macht das noch Sinn?
00:01:17: Ja!
00:01:18: Und wenn man dann in einer wieder entspannteren Phase danach nochmal draufblickt...
00:01:24: sich fragt,
00:01:26: kann es sein, dass er jetzt dieser Streit oder dieses genervt sein ein solch existenzielles Trennungsgefühl also im Sinne von Ich will mich trennen oder bestimmt trennt sich der andere.
00:01:41: Also wieso was dann so etwas Intensives daraus hervorkommen kann?
00:01:46: Ist
00:01:46: es eher was weibliches, oder ist das weiblich und männlich klar?
00:01:49: Was denkst du?
00:01:50: Ich glaube, dass betrifft beide.
00:01:52: Beide!
00:01:52: Ja...
00:01:53: Und es hat ja sicher ganz viel mit Prägung zu tun wie so häufig also auch mit unserem bindungsmäßig konditioniert sind.
00:02:03: und deswegen kommt das ja oft... Wo werden
00:02:06: wir bindungsmäßig konditioniert?
00:02:09: Na ja, im Elternhaus.
00:02:10: Also im Prinzip die frühen Jahre, die wir erleben von der Geburt in der Kindheit wie wir da auch Eltern erleben, wie sicher wir uns fühlen.
00:02:20: Da gibt es ja unterschiedliche Bindungsstile, da wollen wir jetzt nicht in die Tiefe gehen aber je nachdem was wir halt im Elternhause erlebt haben ist quasi dieses Gefühl in uns in Bezug auf Bindung und je nach dem was wir dann im Erwachsenenalter Erleben kann das dann eben das ein oder andere auslösen, wo wir dann eben sagen es hat doch überhaupt nicht in Relation zu dem was da tatsächlich passiert ist.
00:02:46: Haben wir natürlich in unserem Alltag oft dass wir das Gefühl haben dass dieser Streit also kennen eigentlich fast alle Menschen glaube ich das ein Streit der eskaliert wenn man den Verdacht hat, wenn man da so ein bisschen mit Abstand, wenn wir nicht mittendrin ist.
00:03:02: Wenn man mittendrinnen ist, dann kann man nicht mehr beobachten.
00:03:06: aber wenn man mit einem bisschen Abstand beobachtet, dann hat man meistens den Verdach das es ja nicht nur an dieser Sache liegt.
00:03:16: An diesem Auslöser des Konfliktes, denen wir gerade hatten und die Häftigkeit nicht adäquat ist zu dem was da gerade vorgefallen ist.
00:03:28: Da gibt es ja viele Möglichkeiten, also auch dieses Fass ist jetzt zum Überlaufen gekommen.
00:03:36: Ich
00:03:36: glaube das sind aber wirklich zwei unterschiedliche Dinge.
00:03:39: Also ich glaube dieses was du beschreibst wenn vielleicht eben Verletzungen, Enttäuschungen sich aufsummieren, aufsumieren, irgendwann ist das Fass wie du sagst voll und da fehlt nur noch der letzte Tropfen damit jemand sagt, es ist jetzt genug.
00:03:57: Aber ich meine ja wirklich die Situation wo man sagt ne, die Beziehung ist gut.
00:04:02: Ich will das gar nicht mal, die beziehung is toll.
00:04:04: Die Beziehungs einfach...die Beziehungen ist gut!
00:04:07: Bei allen wie gesagt Höhen und Tiefen.
00:04:09: aber es ist ganz klar wir sind ein Paar Wir gehören zusammen, wir gehen durch die Welt und im Großen und Ganzen funktioniert das auch.
00:04:15: Und dann passiert plötzlich was?
00:04:17: Und dieses Gefühl von Wieso tue ich mir das an?
00:04:23: Ich will mich jetzt trennen, ich will weg.
00:04:25: Die Trennung steht im Raum.
00:04:27: Dieses existenzielle Trennungsgefühl hat nichts damit zu tun wie die Situation wirklich ist Und ich weiß nicht, ob das jeder kennt.
00:04:37: Bestimmt Menschen und Zuhörende da draußen die sagen... Also weiß ich nicht, kenne ich nicht.
00:04:43: Dass man so im entspannten Zustand vielleicht mal drüber nachdenken macht es doch Sinn.
00:04:47: und will ich das und wie muss sich das entwickeln?
00:04:49: Aber dieses existenzielle Gefühl hat ja quasi eine ganz tiefe Ursache, die eben in diesen Bindungsstilen zu finden ist je nachdem wie wir halt aufgewachsen sind.
00:05:02: Ja, und ich will es jetzt nicht nur auf die Eltern schieben natürlich auch wie wir auch die Erfahrungen der Pubertät gemacht haben.
00:05:11: Also da sind wir dann schon ein bisschen abgenabelt von den Eltern.
00:05:15: Ich finde es ja wichtig wenn man jung ist das geht in der Regel so mit...ich weiß nicht bei mir ging's mit zwölf schon los Das war recht früh scheinbar.
00:05:24: Aber so mit drei, vier, fünf, zehn geht es ja los.
00:05:27: Dass man seine ersten Erfahrungen macht oder mit dem gleichen Geschlecht auf jeden Fall mit Beziehungen die mehr sind als nur Freundschaft und dann bekommt man einen Korb.
00:05:39: Dann betrügt man selbst... Man hat eine Freundin und geht vielleicht mit einer anderen plötzlich fremd.
00:05:48: also man macht diese ganzen Erfahrungen diesen Schmerz in der Jugend.
00:05:52: das ist eigentlich gesund.
00:05:54: Dadurch lernen wir ja auch ein Stück weit uns selbst kennen.
00:05:59: Was wir wollen, was wir nicht wollen sowohl bei uns selbst also wie wir sein wollen als Partner und das was wir wieder was wir erleben von anderen Menschen Wie weht das vielleicht auch getan hat dass wir das auch nicht wollen.
00:06:15: Also es ist nicht nur die Beziehungsmuster der Eltern die da eine Rolle spielen sondern natürlich dann auch gesellschaftlich sozial wie wir selber in der Jugend aufwachsen, welche Erfahrungen wir machen.
00:06:26: Denn das hören wir ja auch oft in unserer Paarberatung, dass wenn ich spüre, dass die Enttäuschung sehr tief sitzt und es sehr schmerzhaft ist, dann frage ich ja manchmal haben Sie das schon mal erlebt?
00:06:45: Und oft – Ich will jetzt nicht das Wort immer nehmen – aber oft kommt dir die Antwort nach dem Überlegen Das ist mir schon mal passiert.
00:06:56: Und ich glaube, auch das hat natürlich diese Erinnerung an diese Zeit und dass ein Mensch das nicht noch einmal erleben will und da ein Schutzmechanismus entwickelt hat um das nicht mehr zu erleben.
00:07:08: Ich glaube, das spielt natürlich auch eine Rolle.
00:07:10: Ich glaub' auch die Umfrage, also wo kommt das jetzt genau her?
00:07:16: Die kann schon aufschlussreich sein, also es ist immer ganz interessant zu wissen.
00:07:20: Aha!
00:07:21: Ich kann mich an dies oder jenes erinnern und Erfahrung erinneren um das auch ein bisschen zuordnen zu können.
00:07:27: Worum's mir heute auch ein Stück geht ist wenn jemand der jetzt zuhört sagt ja ich kenne dieses Gefühl.
00:07:36: Also ich kende dieses Gefühl dass eigentlich aus einer Situation die nicht unbedingt adäquat ist diese Impuls kommt...ich trenne mich jetzt oder eben auch jetzt trennt sich bestimmte andere.
00:07:51: Wie gehe ich damit um?
00:07:52: Das ist für mich die Frage, wenn du dieses Gefühl kennst, dich immer mal wieder fragst, wieso?
00:07:59: Eigentlich passt das doch gar nicht.
00:08:01: Jede Woche später war es auch okay aber es wiederholt sich in unterschiedlichen Zeitabständen und man fragt sich wieso.
00:08:11: Die Frage ist wie gehe ich da mit um?
00:08:12: Und ich glaube, der wichtigste Schritt dabei ist erst mal anzuerkennen.
00:08:16: Dass das durchaus normal ist also dass es vielen Menschen einfach so geht.
00:08:20: Also du bist da nicht allein mit diesem Gefühl und mit diesem in Anführungszeichen übertriebenen Gefühl vielleicht manchmal?
00:08:30: Und was Du sagst ist das Wort Schutzmechanismus.
00:08:33: Es ist eben ein Schutzmecha- nismus von... Ja, den trenn' ich mich halt!
00:08:37: Also so dieses dann mach.. Ich schaff jetzt Fakten Bevor ich wieder vielleicht verlassen werde, dann mache ich das halt.
00:08:44: Und dieser Ausweich von dem Schmerz und der Angst... Von dem Gefühl nicht verstanden zu werden, was immer noch für Gefühle mitschwingen in so einer Situation, dass ich dem aus dem Weg gehen will und dann wie ein Fluchtmechanismus.
00:09:03: der Gedanke an die Trennung eine Entlastung bringt.
00:09:07: Ich glaube ein tiefer Angstfaktor, das Angstgefühl entspringt auch dem Gefühl... Also das kann ich von mir auch bestätigen nicht mehr die Scham spüren zu wollen.
00:09:19: und Scham ist immer in Bezug auf andere Menschen und es macht einen großen Unterschied im Bezug wie man zu anderen Menschen dasteht.
00:09:27: also das Image sozusagen ob ich verlassen worden bin oder ob ich verlassen habe.
00:09:35: Wenn ich verlassend worden bin, dann bin ich der arme Tropf und wenn ich verlassen habe, bin vielleicht der Böse.
00:09:43: das mag sein aber ich bin derjenige, der proaktive, der das Heft in der Hand hatte, der es
00:09:51: entschieden
00:09:52: hat.
00:09:53: Und das macht auch noch mal was im Bezug auf
00:09:57: mein
00:09:57: Umfeld im Außen.
00:09:58: wie stehe ich da?
00:10:01: Unbewusst natürlich, das spielt in dem Streit sowieso nicht.
00:10:05: Im Streit spielt das alles keine Rolle, da ist man emotional.
00:10:08: Da ist man voller Adrenalin und Cortisol und da ist das noch nicht.
00:10:11: aber ich denke mal später wenn wirklich Angst da ist dieser Schutzmechanismus auch Schutz vor dem Schamgefühl.
00:10:20: Ich komme dem zuvor.
00:10:24: Und wie gesagt in den meisten dieser Fälle passiert das ja nicht?
00:10:29: Also es geht ja wirklich um dieses Dieses existenzielle Gefühl, jetzt ist es soweit.
00:10:34: Wie gehen wir damit um?
00:10:36: Also wichtig, wie gesagt Schritt eins falls dich das betrifft liebe Zuhörerinnen lieber Zuhöhrer erst mal anerkennen Das betriffe ganz viele Menschen die das haben.
00:10:46: also ich kenne das von mir definitiv.
00:10:49: Die Anerkennung ist ja oft der erste Schlüssel einfach zu sagen aha okay spürt das immer wieder und dass ist auch gar nicht schlimm das ist auch ganz normal das haben ganz viele menschen Alleine, dass wir in so einer Situation versuchen diese Gefühle wahrzunehmen die dann da sind.
00:11:08: Also wenn dir das dann auffällt es merkt Boah eher als kommt gerade wieder dieses Mensch.
00:11:12: jetzt ist es das war's jetzt und es geht so nicht weiter.
00:11:15: und das war jetzt so der letzte Schritt Da nochmal tiefer reinzugehen.
00:11:21: was sind denn noch für Gefühlen?
00:11:23: Was für Angst zeigt sich da also sich die Zeit und die Muse zu nehmen die gefühle die da sind mal wirklich zu spüren und auch zu benennen, wenn mir das gelingt.
00:11:34: Ja gar nicht mehr so einfach.
00:11:35: Nee,
00:11:35: dass du da gerade sagst ist...
00:11:37: Ist ein Prozess auch, ne?
00:11:39: Aber es darf dann der Weg sein.
00:11:41: also, dass ich mich diesen Gefühlen ein Stück weit stelle.
00:11:44: Nicht im Sinne von Stellen hat auch schon wieder sowas Ich muss dagegen kämpfen.
00:11:47: Nein, gar nicht!
00:11:48: Also ich nehme diese Gefühle an.
00:11:51: Ich nehme sie zur Kenntnis.
00:11:52: Ich sage ja zu ihnen.
00:11:54: Ich versinke nicht darin, auch wieder acht geben.
00:11:57: Es ist eher, wie ich gucke auf diese Gefühle.
00:12:00: Die sind jetzt ein bisschen außerhalb und ich nehme sie wahr und ich erkenne sie an und lasse sie zu.
00:12:07: Und allein das ist ja oft schon ein Verwandlungsprozess, dass die Ängste, die nicht abgelehnt werden, Gefühlen, die nie abgelehmt werden müssen sich gar nicht so laut Gehör verschaffen weil die merken, ah!
00:12:18: Ich werde gesehen, ich werde wahrgenommen dann entspannt sich das ja auch oft ein Stück weit.
00:12:23: Das müssen wir nur erst mal üben und erfahren damit eben aus der Erfahrung lernen, oh das Gefühl bringt mich ja gar nicht um.
00:12:31: Da kann ich da doch mal hingucken und das ist eine Erfahrung die muss man halt mal gemacht
00:12:35: haben.".
00:12:36: Das was du sagst für mich jetzt spreche ich von mir ein entscheidender Punkt.
00:12:42: wir haben jetzt durch unsere langjährige Beziehung haben wir Höhen- und Tiefen und ich habe dieses Gefühl bei mir öfter erlebt und konnte dann ne Woche später darüber über mich Lachen über meine nicht lachen ist vielleicht nicht das richtige wort muss entschmunzeln auch mit gefühl mit mir haben wie wie heftig ich doch auf etwas reagiert habe was also jetzt mit einer woche abstand völlig inadequate ist.
00:13:16: also wurde es überhaupt nicht passt und ich mich selber wundern muss warum hab ich so gefühlt oder warum habe ich so gedacht Was war da mit mir los?
00:13:26: Und das hab ich jetzt schon ein paar Mal in meinem Leben erlebt, sodass ich beim ... Jetzt wenn das wieder kommt.
00:13:32: Schon ein bisschen... Da ist schon eine große Stimme in mir, der sagt, jetzt komm' ah!
00:13:37: Erinner
00:13:37: dich mal.
00:13:38: Ja, jetzt kommt wieder dieses Gefühl.
00:13:40: Aha, herzlich willkommen.
00:13:42: Ich kenne Dich.
00:13:44: Es ist ja wie gesagt die Situation und das Ping-Pong sozusagen was ja dem zuvorgeht, ist ja auch wieder dieses ich drücke einen Knopf bei dir oder du drückst ein knopf bei mir.
00:13:56: Der ist halt immer noch aktiv und hat eben mit alten Bindungsängsten zu tun.
00:14:03: Und das ist ja oft dann so im Moment zu sagen okay jetzt gucke ich da nochmal bisschen genauer hin.
00:14:07: wo kommt dieser Knopf dieser blaue Fleck wie man das nennen will?
00:14:10: Wo kommt der her?
00:14:12: was braucht es denn noch um den zu heilen und da noch besser mit umzugehen?
00:14:17: Und zwar ich für mich, nicht ich für dich und du für mich.
00:14:22: Ja, diesen Sinn.
00:14:24: Komm mal hin!
00:14:27: Dann hören wir uns wieder in vierzehn Tagen.
00:14:28: Ganz
00:14:29: genau.
00:14:29: Bis
00:14:29: dahin.
00:14:30: Tschüss.
00:14:35: Das war der Beziehungspodcast von Emoracio das Beziehungsinstitut.
00:14:40: Weitere Informationen zu unseren Seminaren und Paarberatungen finden Sie im Internet unter www.emoracio.de.
00:14:54: free audio
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